Unsere Highlight Momente

2015-2016

Unsere Highlights

Zentral- und Südamerika, 2015/2016, sollte unsere erste (längere) gemeinsame Reise sein.

Der eigentliche Plan war, Südamerika zu bereisen und bis nach Patagonien, am südlichen Zipfel von Argentinien, zu kommen. Doch wegen eines tollen Flugangebots nach Kuba, änderten wir kurzerhand unsere Pläne und starteten somit ganz im Norden Zentralamerikas. Auch die Idee, von Kuba weiter nach Süden zu fliegen, wurde relativ schnell wieder verworfen. So bereisten wir beide Kontinente, von Kuba bis nach Brasilien, zum Großteil mit dem Bus. Zwischendurch gab es immer mal wieder Orten, an denen wir lange hängen blieben, außerdem Unterkünfte, von der besonderen Art und insgesamt vier Inselaufenthalte, die allesamt atemberaubend waren. 

Die Idee zu diesem Beitrag entstand wie folgt: Schon damals wollten wir einen Blog starten. Lange hatten noch der Plan, nachträglich einige Reise-Artikel über diese Zeit zu schreiben. Einen Budget-Galapagos-Guide, 3 Tage in der Salar de Uyuni (die Salzwüste) in Bolivien, How to: Rundreise Kuba, und warum wir gleich zwei Monate in Kolumbien verbrachten. 

Wir legten also los! Voller Motivation, schnappten wir uns die Laptops, hauten in die Tasten was das Zeug hält und… merkten schnell, dass die Daten und Erinnerungen leider nicht mehr vollständig waren. Immerhin liegt die Reise 3-4 Jahre zurück und wir haben keinerlei Aufzeichnungen. 

Vieles an dieser Reise prägte uns nachhaltig. Es war eine gute Schule, die unseren heutigen Reisestil geprägt und die Werte, für die wir auch jetzt noch stehen, geformt haben. Viele dieser unglaublichen Momente, werden wir wohl nie mehr vergessen. 

So saßen wir im Mai 2019 in Jaisalmer, einer kleinen Wüstenstadt im Nordosten Indiens, auf einer der Dachterrassen bei einem Chai-Masala und schwelgten in Erinnerungen. Wir lachten, staunten und waren so froh, dass wir zu dieser Reise angetreten sind. 

Es sind waren diese Momente, weswegen wir letztlich wieder reisen wollten. Diese Momente, die uns Mut gaben, das alte Leben aufzugeben. Die Brücken einzureisen und mit Vollgas in eine andere Richtung zu steuern. 

Wir möchten euch diese Momente keinesfalls vorenthalten und deshalb haben wir alte Bilder heraus gekramt und die grauen Zellen angestrengt, um unsere Highlight-Momente der Zentral- und Südamerika-Reise, so detailliert wie möglich auf Papier (beziehungsweise auf den Bildschirm) zu bringen. Genug Vorgeschichte, jetzt geht es endlich los!

Sandwiches & weißer Sand

Wir starteten unsere Reise also in Kuba, genauer gesagt in Matanzas. Nach zwei Tagen fuhren wir weiter nach Varadero. Vielleicht kennst du den Strand? Ein touristischer Hotspot, voller Hotels. Wir waren auf das schlimmste vorbereitet. 

Unsere Unterkunft: ein kleines casa particular, ein kubanisches Gästehaus. Die Vermieter waren so herzlich zu uns. Beim Abschied gab es ein kleines Missverständnis, weshalb sie uns für die Weiterfahrt unbedingt mit Sandwiches eindecken wollten. Dieser Moment entwickelte sich zu einem langwierigen Running-Gag.

Doch hier kommt das Highlight: Im unteren Bereich des Zipfels, da wo der Strand beginnt, war weit und breit kein Hotel zu sehen. Wir schlenderten zum Meer und waren fassungslos, als wir den kilometerlangen, menschenleeren Strand erreichten. Wir waren vollkommen alleine. Weißer Sand, kristallblaues Wasser. Genau so sieht es aus, wenn Menschen vom Paradies träumen. Es war ein unglaublicher Moment und einer der vielleicht beste Strandtag, unseres Lebens. 

Es gibt sie noch, die einsamen Traumstrände, selbst in Touristengebieten wie diesem. Kleiner Nachteil: Irgendwann verließen wir den Strand durstig, auf der Suche nach einem kühlen Getränk, denn auch Verkäufer gab es hier keine.

 

Freiheit

Diese Momente, in denen man nicht an morgen denkt, in denen alles andere an Bedeutung verliert, nur das Jetzt zählt und sein Glück nicht fassen kann. Das sind diese Momente, die wir so sehr lieben und wegen denen wir uns immer wieder in das Unbekannte stürzen! 

So einen Moment hatten wir an diesem Abend in Varadero. Während des Abendessens vernahmen wir von irgendwoher Musik. Als wir aufgegessen hatten, entschlossen wir uns dieser nachzugehen und folgten ihr durch die Straßen Kubas, bis zu einer Hütte am Strand. Eine kleinere Gruppe, von ungefähr 30 Besuchern, hatte sich dort eingefunden und lauschte der Live-Band. In der Hütte wurden auch Getränke verkauft. Wir genehmigten uns zwei Bier und genossen das Konzert.

Es war ein wunderschöner Abend. Wir fühlten uns so frei und glücklich. Worte können es kaum beschreiben, aber du als Reisender, hast sicher schon ähnliches erlebt. 

Ein furchterregender Vermieter

Ein weiteres Highlight fanden wir im Westen Kubas, in Playa Larga. Ein Gebiet, nahe dem Nationalpark. Über ein Vermittlungsportal, suchten wir nach einem Casa particular (Gästehaus). Du bekommst einen Ansprechpartner zugeteilt, mit dem du per Email in Kontakt stehst. Lange schrieben wir hin und her, alles war ausgebucht, lediglich eine Option blieb uns.

Die Bilder der Unterkunft sahen schrecklich aus! Das Haus war okay, vom Zimmer gab es nicht viel zu sahen, aber das schlimmste war der Vermieter, der auf einigen der Bilder zu sehen war. Grimmig drein blickend zeigte er auf ein paar Dinge. An eines der Bilder können wir uns heute noch sehr gut erinnern. Es zeigte das Haus von außen, er zeigte mit ausgestrecktem Arm auf ein Schild, auf dem eine Krabbe und der Name der Unterkunft, „Don Cangrejo“, geschrieben stand. Das Bild trug die Bildunterschrift „Schild außen!“.

Wir waren so abgeneigt, dass wir nur zögerlich zusagten und kurz vor Abfahrt, beinahe gecancelt hätten. 

Ich nehme es vorweg: Diese 8 Tage, waren schlicht gesagt, großartig! Es war die BESTE Unterkunft in ganz Kuba. Die Familie ist uns dermaßen ans Herz gewachsen. Wir hatten eine wunderbare Zeit bei ihnen und möchten irgendwann, nur wegen den Beiden, nochmal zurück! Wir wurden so herzlich aufgenommen und phänomenal bewirtet. Selten haben wir so gut gegessen. Diese Unterkunft würde unserer Meinung nach, ganze 10 Hotelsterne verdienen!

Die Bilder taten den beiden so unrecht. Unsere Vorurteile taten uns wirklich leid. Wir haben selten so nette Menschen getroffen.

Aber es erwartete uns gleich noch ein weiteres Highlight. Wir buchten über die beiden den Besuch des Nationalparks. Dafür riefen sie aber kein normales Taxi, sondern einen Freund, welcher uns, mit seinem über 90 Jahre alten Wagen, hin und zurück fuhr. Stolz präsentierte er uns das Gefährt und ließ den Motor, mit Hilfe einer Kurbel, an. Auf dem Weg zum Nationalpark, zogen wir sämtliche Blicke auf uns. Unterwegs gab es noch ein technisches Problem, das Ersatzteil lag aber parat und wurde schnell gewechselt. Wir waren wahrlich von den Socken!

Der Horror

Weihnachten im Gefängnis

Von Kuba ging es auf unserer Reise weiter nach Mexico. Hier bot sich direkt ein weiteres Highlight. 

Weihnachten 2015. Das Ganze begann wirklich schlimm. Die Unterkunft die wir für die Feiertage gebuchte hatten, sah auf den Bildern im Internet wirklich gemütlich aus. Ein wenig Abseits in Cancun, schien uns dies ein perfekter Ort für unser Weihnachtsfest und wir buchten gleich 5 Nächte.

Leider war sie das nicht. Wir kamen an und checkten ein. Bezahlt wurde direkt. Anschließend führte man uns hinauf, durch das lieblose Treppenhaus und dunkle Flure, bis zu unserem Zimmer. Naja, vielleicht sollte ich es eher Zelle nennen. Links und rechts jeweils ein Einzelbett, mit dünner Matratze und einem lausigen Kopfkissen, in einem sonst leeren Raum. Kahle Wände, die Fenster waren von außen vergittert und auf dem Bett lag eine Rolle Klopapier. Wir tauften es später liebevoll „Das Gefängnis“. 

Und dies sollte die Unterkunft für unser Weihnachtsfest sein? Nicht nur, dass wir uns wie im Knast vorkamen, es gab weder Steckdosen, noch irgendwelche Aufenthaltsräume. Die Option, sich mit Filmen und Schnausereien ein paar Tage im Zimmer zu verkriechen, war also auch nicht gegeben. Außerdem hatten wir gehört, dass die lokalen Restaurants über die Feiertage geschlossen haben, wo sollten wir also hin?

Wir nahmen allen Mut zusammen, schnallten die Backpacks wieder auf, gingen zu dem netten Herren, bei dem wir soeben eingecheckt hatte und baten um Rückerstattung. Ohne weitere Fragen zu stellen, händigte er uns die gesamte Summe wieder aus und wünschte uns einen schönen Abend. 

Es war nur schon spät, wir liefen durch die Straßen und suchten nach Alternativen, fanden aber keine. Verzweiflung kam auf, wir waren beiden recht genervt und müde. Schließlich fanden wir eine Bleibe. Eine Nacht verbrachten wir in einer recht abgerockten Bude, über einem Kiosk und entschieden uns dafür, am nächsten Tag weiter zu suchen. 

Am nächsten morgen, checkten wir direkt aus. In einem Restaurant, versuchten über das Handy etwas zu buchen, fanden aber nichts, alles war ausgebucht. Gegenüber des Restaurants, war ein schickes Hotel zu sehen. Online konnten wir es nicht finden, also entschlossen wir uns, einfach rein zu gehen und zu fragen. Fragen schadet nicht, „Vielleicht geben sie uns aus Mitleid die Besenkammer“, scherzten wir.

Das Personal war unheimlich freundlich und spürte sicher unsere Verzweiflung. Sie gaben uns ein Zimmer, mit Rabatt, sogar ein Upgrade for free! Eine Suite also! Wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Es war trotzdem nicht gerade günstig, aber unglaublich schön. 

Und so feierten wir unser Weihnachten im Pool, frühstückten im Bett Croissants mit Nutella und schauten dabei einem Film. 

Am Abend gingen wir zur Premiere von Star Wars 7, in einem 4DX Kino, mit 4 verschiedenen Sorten Popcorn. Es war unglaublich, ein ganz anderes Weihnachten als sonst und eine unvergessliche Zeit. 

4DX bedeutet übrigens, dass während des Film alle Sinne angesprochen werden. So gab es Wasserspritzer, Luftdüsen, bewegliche Sitze und sogar Duft wurde versprüht. Irre.

Auf der Suche

Wo sind die Cabañas?

Von Cancun ging es weiter nach Tulum und direkt zum nächsten Highlight-Moment. Auch hier, begann alles ziemlich katastrophal, aber ich verspreche ein Happy End! 

Madeline informierte sich vor Reisebeginn und fand im Internet Berichte, über die wunderschönen Cabañas, kleine indigene Hütten, direkt am Strand, was ein Traum! 

Es gibt sie in allen Kategorien, so zumindest die Artikel. Von Basic bis Luxus, angeblich kosten die einfachsten, nur wenige Euro die Nacht. Wir lasen weiter, man könne einfach am Strand entlang spazieren, eine Hütte wählen und den Vermieter darauf ansprechen.

Genau das taten wir dann auch. Zwei ganze Tage lang liefen wir am Strand rum. Bei jeder Unterkunft fragten wir an. Die Preise für eine Nacht schockierend uns, mal davon abgesehen, dass beinahe alle Unterkünfte ausgebucht waren. Kilometerlang reihte sich ein Luxusresort an das Nächste. Wo waren denn nur die ganzen Basic Cabañas? 

Am Ende des zweiten Tages, es war bereits später Abend, fanden wir dann endlich etwas. Es gefiel uns ganz gut. Ein Blick auf die laminierte Preisliste, die an der Rezeption auslag, ließ uns hoffen. Schnell rechneten wir um. 550 pro Nacht? Das sind in etwa 25 Euro. Das liegt deutlich über unserem Budget, aber nach 2 Tagen und auch nur für 2 Nächte, das nehmen wir!

Der freundliche Rezeptionist zeigte uns die Anlage und eine der Hütten. Einiges hier befand sich noch im Bau. Aber was bereits fertig war, gefiel uns. „Es gibt auch welche mit Meerblick, die kosten aber 600.“, teilte er uns mit. Wir überlegte kurz und waren uns dann einige. „Wir nehmen ein Zimmer mit Meerblick!“ Wenn schon, denn schon.

Wir wollten sofort buchen, doch (leider) war das Vorort nicht möglich. Wir müssten online buchen. Kein Problem, die eine Nacht in Tulum Town war sowieso gebucht, wir kehrten also zurück, loggten uns ins WLAN und wollten so schnell wie möglich das Zimmer reservieren. Dann der schlag…

Das Zimmer kostet für eine Nacht 600 USD(!), plus Steuern. Nicht wie wir dachten, mexikanische Pesos.

Unglaublich, die Cabañas waren schön, aber nie und nimmer 600 Dollar Wert, für eine Nacht. Zum Glück konnten wir die Unterkunft nicht vor Ort buchen! Wir malten uns aus, wie es wohl gewesen wäre, am letzten Tag die Rechnung zu bekommen. Oder das ganze erst Tage später auf der Kreditkartenabrechnung zu sehen.

Jedenfalls standen wir wieder am Anfang. Was machen wir jetzt, weiter suchen? Etwas demotiviert surften wir durchs Netz. Und fanden ein Goldstück. Kein Cabaña, sondern ein Campingplatz, direkt am Strand. Dieser vermietete sogar Zelte. Der Traum von einer Nacht am Meer lebte weiter.

Wir checkten aus und fuhren mit all unserem Gebäck dort hin. Der Campingplatz existierte und es waren 3 Zelte frei:

Zelt 1: Ein kaputtes Zelt. Es regnet herein und zieht wie Hechtsuppe. Bezahlt wird nur der Platz, das Zelt ist umsonst. 

Zelt 2: Das Zelt war in Orndung, nur der Reißverschluss kaputt. 

Zelt 3: Ein neues Profi-Zelt.

Wir entschieden uns für Zelt Nummer 2. Auch hier regnete es ein wenig herein, aber wir schliefen dennoch sehr gut. Wir hatten unsere Unterkunft, direkt am Strand von Tulum. Aber das Beste kommt noch: Die Leute hier! Wir trafen so viele Reisende, die zu Freunden wurden. Wir verbrachten gemeinsam eine unglaubliche Zeit, hörten Musik, kochten zusammen, und hatten richtig viel Spaß. 

Am ersten Abend, setzten wir uns dann zu zweit an den Strand. Hier war fast nichts los. Wir saßen dort, auf Madeline`s ausgebreitetem Sarong, unserer Bose Box spielte Roxanne von The Police und wir spürten, dass wir vollends glücklich waren.

In diesem Moment war nichts mehr von Bedeutung. Wir dachten weder an die Zukunft, noch an die Vergangenheit. Wir fühlten uns so gut, so frei, so unantastbar. Wir waren eins mit dem Jetzt. Wir genossen diesen Abend so sehr, dieser Moment war wahre Glückseligkeit.

Insel-Feeling

Spaß auf der Schotterpiste

Von Mexiko aus reisten wir nach Belize. Nachdem wir ein schönes und lustiges Silvester, in der eher unschönen Stadt Belize City verbrachten, machten wir uns mit der Fähre auf zu einer unserer Lieblings-Inseln: Caye Caulker. 

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: die Insel ist sehr sehr klein. Es gibt keine Autos, stattdessen bewegt sich zu Fuß, oder mit einem Golfkart fort. Rund um die Insel herum, ist das Wasser für ein paar Kilometer, lediglich ein paar Meter tief. ‚Swimmingpool‘, nennen es die Einheimischen. 

Kaum etwas ist cooler, als mit dem Boot durch dieses seichte Gewässer zu fahren. Du siehst stets den Grund und die Meeresbewohner. Es bietet außerdem unglaubliche Schnorchel-Möglichkeiten. An einigen Spots sind massig Ammenhaie & Rochen zu finden. 

Die Zeit auf der Insel, war für uns einfach unglaublich! ‚The Split’ beschreibt eine Stelle, an der die Insel, durch Hurrikan „Hattie“, in 1961, in zwei ungleiche Hälften geteilt wurde. Hier tummeln sich die meisten Inselbesucher, trinken Cocktails, oder gehen Schwimmen. Direkt am Split, ist gut besuchte Bar. Nicht so unser Ding, wir mögen es eher ruhiger.

Belize war ein Land, das im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Zentral- und Südamerikas, durch die Briten geprägt wurde. So ist die erste Landessprache Englisch. 

Gefrühstückt wird entweder Fried Jack, oder ein Cinnamon Roll. Das war mal etwas ganz anderes für uns und alles andere als schlecht. Morgens gingen wir uns erst einen frisch gepressten Saft holen und anschließend in die Bäckerei, oder zum Fried Jack stand. Fried Jack ist eine Teigtasche, die es mit allen möglichen Füllungen gibt: Ei, Bohnen-Mus, Käse, Tomaten, Honig oder Fleisch, vom BBQ Grill. Der Geruch von gegrilltem Fleisch am frühen Morgen, ist übrigens etwas gewöhnungsbedürftig. 

Wie bereits erwähnt, ist die Insel ziemlich überschaubar, weshalb man zu Fuß wunderbar zu recht kommt. Wie ihr vielleicht wisst, mag Michi fast alles, was fährt, schwimmt, oder fliegt. Die Golfkarts auf der Insel, sind mit Geländereifen bestückt und eignen sich ideal, um über die geschotterten Wege zu fegen. Wir wollten beide unbedingt so ein Golfkart fahren.

Also mieteten wir eins. Eigentlich nichts besonderes, aber für uns war es das! Wir hatten einen riesigen Spaß, durch die Straßen zu fahren und umrundeten die Insel einige Male. 

Am Abend saßen wir, während des Sonnenuntergangs, am Hafen und lachten über alles, was heute passiert war, während wir einen Arizona-Eistee (die gab es dort überall und in allen Geschmacksrichtungen) schlürften. 

Unerwartete Begegnungen

Deutsche Auswanderer

Das nächste Highlight widerfuhr uns auf der Fahrt von Belize nach Guatemala. Wir bestritten auch diese Reise, wie so oft, mit dem Bus. 

Kurz vor Abreise aus Belize, wurden wir auf die Volksgruppe der Mennoniten aufmerksam gemacht. Michi´s Papa hatte im Internet darüber gelesen und gefragt, ob so jemanden davon gesehen hätten. Dabei handelt es sich um mitteleuropäische Auswanderer (hauptsächlich aus der Schweiz und Süddeutschland). Du hast bestimmt schonmal von den Amischen (Amish-People) gehört. Sie haben den gleichen Ursprung, trennten sich aber irgendwann von den Mennoniten.

Jetzt könnt ihr euch denken was danach passierte. Wir saßen also im Bus. Wir stoppten in einem kleinen Dorf, auf dem Weg zur Grenze und einige Leute stiegen zu. Wir schauten aus dem Fenster und dort standen drei Männer. Weiße Haut, langer Bart, sie trugen alle Hemd, Latzhose und einen Hut. Sie unterhielten sich noch eine Weile, dann stieg einer von ihnen in unseren Bus. Ich schaute ihm ins Gesicht. Seine Augen kristallblau. Er erwiderte meinen Blick und seine Gesichtszüge formten ein freundliches Lächeln. 

Dann setzte er sich in die Reihe vor uns. Wir schauten uns an und fingen an zu mutmaßen: Ist das so einer? Warum fährt er nach Guatemala? Spricht er Deutsch? Falls er wirklich Deutsch spricht, dann doch sicher mit starkem Akzent? Versteht er uns überhaupt?

Wir hatten noch viel Zeit für weiter Mutmaßungen, überlegten, wie man wohl so etwas nett fragt und ein Gespräch beginnt. Während der Fahrt, begann es plötzlich heftig zu regnen. Madeline saß (wie fast immer) am Fenster. Die obere Fensterluke stand auf Kipp und es regnete sie an. Madeline versuchte das Fenster zu schließen, doch es klemmte, weshalb sie Michi um Hilfe bat. 

Woraufhin der Mann vor uns aufstand und ihr half. Wir waren uns sicher, dass er uns verstanden hat. Wir waren beschämt, über diesen Herren gesprochen zu haben? Hoffentlich hat er es uns nicht böse genommen. 

Der Bus hielt, wir hatten die Grenze erreicht. Ab hier ging es zu Fuß weiter. Durch die Immigration und Gepäckkontrolle und dann mit einem Taxi weiter zur nächsten Busstation. Wir waren noch mit  dem Geldwechsel beschäftigt, da überholte uns der Mann und lief zielstrebig zu einem der Taxis. 

Als dann schließlich auch wir am Taxistand ankamen, stand dort nur noch ein letztes. Man erklärte uns, es würde auch keines mehr kommen. Ein Sitz ist noch frei, den müssen wir uns teilen. Wir sollten uns also rein quetschen. 

Gerne nahmen wir ihn an und öffneten die Tür und da saß er. Sein Taxi hatte gewartet, bis es voll ist. Wieder lächelte er nett. Wir steigen ein, Madeline auf Michi´s schoß, den Kopf weit eingezogen. Daraufhin entgegnete unser Sitznachbar: „Und so machen wir das in Guatemala!“. 

Perfektes Deutsch, kein Dialekt, glasklar! Er machte Einkäufe in Guatemala und würde dann einen Bus zurück nehmen. Gerne hätten wir noch länger mit ihm gesprochen, doch er hatte einen engen Zeitplan. 

Später am Tag, bezogen wir unsere Unterkunft in Guatemala. Beim Check-In, vielen uns eine Wandbemalungen auf. Drei weiße Frauen, mit gepunkteten Kleidern und großen Hüte, an denen ein Tuch hing (kennt noch jemand „Unsere kleine Farm“?). Darunter standen drei Namen: ‚Brunhilde‘, ‚Margret‘, ‚Annemarie‘. 

Dann sahen wir es überall. Die Bilder, Einrichtung und Wandmalereien. Diese Unterkunft war speziell für reisende Mennoniten. Wir waren mitten im Handwerkerviertel. Am nächsten Morgen sahen wir so viele von ihnen auf der Straße. Sie handelten Werkzeug und andere Handwerksgüter. Es war eine Zeitreise und wir fielen ganz schön auf! 

Später recherchierten wir und fanden heraus, dass über 10.000 von ihnen in Belize leben. Sie bewirten einen sehr großen Teil der Landes-Landwirtschaft. Viele leben noch wie früher und verzichten auf moderne Technik und Maschinen. Auch Musik, Kartenspiele, oder Alkohol lehnen sie ab. Ursprünglich siedelten sie sich in Mexiko und El Salvador an, aber wegen des Bürgerkrieges, flüchteten sie nach Belize.

Dass wir das erlebten, war phänomenal. Wir waren dabei, trafen sogar einen von ihnen und können heute eine Geschichte erzählen. 

Kanonenschüsse

Guatemala, Flores. Ein Städtchen, mitten auf seinem See gelegen, durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Die Straßen sind praktisch dauerüberschwemmt. Besonders schön für Abenteurer, die keine Scheu vor nassen Füßen haben. 

Am ersten Tag spazierten wir entlang der Promenade, sprangen von Stein zu Stein und bahnten uns einen Weg, durch das seichte Wasser. Danach genehmigten wir uns ein paar (vorzügliche) Tacos und gingen früh ins Bett. 

Der darauf folgende Morgen, es war gerade sechs Uhr. Plötzlich schreckten wir auf: „Waren das Kanonenschüsse?“ Kurze Stille, dann wieder ein lauter Knall. „Das waren doch Kanonen?!“. Wir wussten nicht, was passiert ist, wussten nicht, was wir davon halten sollten. Wir spähten aus dem Fenster, doch konnten nichts erkennen. 

Später beim Frühstück, fragen wir unsere Gastgeber, was das gewesen sei, aber sie schienen uns nicht wirklich zu verstehen. Also beließen wir es dabei. Um 12 Uhr mittags dann schon wieder. Wir schreckten zusammen. Mindestens 20 mal. Mensch war das laut, dass kann man sich gar nicht vorstellen! 

Wir waren nach wie vor ratlos, allerdings trafen wir beim Mittagessen endlich jemanden, der es uns erklären konnte. Heute begann eine Art Kirmes in Flores. Und wir waren ganze drei Tage mit dabei! Im ganzen Ort wurden Essens-Stände aufgestellt und Musik gespielt. Wir fielen ziemlich auf, aber die Menschen waren sehr herzlich und wir fühlten uns (fast) wie zu Hause.

Morgens weckten uns weiterhin die Kanonenschüsse. Jetzt wussten wir aber, was es damit auf sich hatte. Jeden Tag war eine andere Familien dafür verantwortlich, so der Brauch. Es waren wunderbare und lustige Tage auf der Flores-Kirmes in Guatemala. 

Heiße Dusche oder USB-Anschluss?

In Honduras hatten wir einen ganz besonderen Zwischenstopp geplant. Die Insel Utila ist bekannt und sehr beliebt, um einen Tauchschein zu machen. Der Gedanke gefiel uns: “Open Water Diver, yes please!” 

Die Fähre nach Utila legt in La Ceiba ab, weshalb wir hier eine Nacht im Hotel verbrachten. Am nächsten Tag machten wir uns auf zum Hafen. Leider fuhr die Fähre, wegen schlechten Wetters, nicht. Kein Problem dachten wir und gingen zurück zum Hotel, checkten wieder ein und bekamen ein neues Zimmer. 

Wir nutzten den “Zwangsaufenthalt”, machten es uns im Zimmer bequem und schauten ein paar Filme, von unserer Festplatte. Das Wetter war ohnehin nicht gut, also passte es. Das Hotel war eigentlich ganz gut, wir waren beinahe die einzigen Gäste, allerdings hatten wir kein warmes Duschwasser und es gab keine Möglichkeit, im Hotel zu essen. Auch in unmittelbarer Nähe, gab es leider nichts. Wir mussten immer weit laufen und aßen dann meist nur in einem Kiosk.

Der nächste Morgen, das Wetter schien besser zu sein. Wir checkten wieder aus und liefen zur Fähre. Dort teilte man uns mit, dass auch heute alle Fahrten gestrichen seien. Also wieder zurück ins Hotel, schon nicht mehr ganz so gut gelaunt, wie am Tag zuvor. Noch einen Tag mit Filme gucken verbringen, war zu verkraften, aber wir wollten gerne weiter.

Hinzu kam, dass wir gerne eine heiße Dusche gehabt hätten. Wir liefen also mit dem Rezeptionist durchs Hotel und checkten sämtliche Zimmer, aber keines erfüllte die beiden Kriterien: Heißes Wasser + TV mit USB-Anschluss. Wir entschieden uns aus einer müden Laune heraus für den TV, traurig aber wahr. 

Bevor wir erneut auscheckten und mit dem Gepäck wieder zum Hafen liefen, baten wir im Hotel darum, anzurufen und nachzufragen. Und noch zwei weitere Tage lang, saßen wir im Hotel fest.

Wir fühlten uns wie im Käfig eingesperrt. Hatten keine Lust weiter in La Ceiba zu bleiben, waren schon kurz davor, einfach abzureisen. Doch an Tag fünf, machte uns ein Hotelangestellter Hoffnung. Er war sich sicher, dass die Fähre heute ablegt.

Yes! Auf gehts! Wir packten schnell zusammen und schworen uns, dass wir auf keinen Fall wieder zum Hotel zurück kehren würden. Wir hatten es einfach satt! Und wir hatten Glück, die Fähre fuhr, wir waren wirklich happy.

Angekommen in Utila suchten wir uns eine Tauchschule und buchten einen Kurs. Für Michi war es der erste Tauchgang überhaupt. Das Tauchen wurde zu einer neuen Leidenschaft.

Früh aufstehen, Ausrüstung holen, ins Boot und raus aufs Meer. Tauchgang, Pause und nochmal Tauchen. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, für die Prüfung zu lernen und am Strand zu liegen. Wir genossen das Leben! 

Wir haben bereits einen ganzen Beitrag über den Open-Water-Diver Kurs und unsere großartige Zeit auf Utila geschrieben.

Dschungelparty

Der Aufenthalt im Treehouse in Nicaragua hatte dafür gesorgt, dass wir uns wieder richtig jung fühlten. Warum erfährst du gleich.

Die Unterkunft ist ein Baumhaus im Dschungel, etwas außerhalb von Granada. Um dort hin zu gelangen, wird man in der Stadt mit einem Pickup abgeholt. Wir nahmen, mit anderen Gästen zusammen, auf der Ladefläche platz.

Die verschiedenen Bereiche der Unterkunft, befinden sich auf einzelnen Plattformen, die mit Brücken verbunden sind. In der unmittelbaren Nachbarschaft leben Brüllaffen, welche uns, mit ihrem Geschrei, bereits früh Morgens weckten. Die Toilette ist ein Plumpsklo und befindet sich auf einem Turm, den man zuvor mit einer Leiter erklimmen muss. Für große Geschäfte, steht ein Eimer mit Erde bereit, die man hinterher Kippen soll.

Während unseres Aufenthaltes, hatte der Besitzer des Baumhauses Geburtstag und veranstalte eine große Party. Dafür ließen sich die Angestellten richtig viel einfallen! Es gab haufenweise Spiele, Kostüme, Essen und Alkohol. Außerdem ein Bier-Pong-Turnier, bei welchem wir beide als Team antraten und die erste drei Spiele haushoch für uns entschieden.

Das Finale zog sich schrecklich lange, schließlich verloren wir knapp gegen zwei Jungs aus der Schweiz.

So betrunken wie an diesem Abend, waren wir auf Reisen noch nie und werden es wohl auch nie wieder sein. Der Weg ins Bett erforderte viel Zeit und Energie. Michi musste Madeline sicher den steilen Weg hinunter geleiten, während sie ziemlichen Schwachsinn vor sich hin redete. Dabei redete sie so wirr, dass Michi dies kurzerhand aufschrieb, um es schriftlich festzuhalten.

Und auch noch heute sorgt es bei uns für einen Lacher, wenn wir uns anschauen, was Madeline an jenem Abend gesagt hat.

Wo ist meine Pfanne?

Ein Zuhause am anderen Ende  der Welt

Nachdem wir bereits 8 Länder bereist hatten, erreichten wir endlich Südamerika, unser ursprüngliches Ziel. Mit dem Flugzeug legten wir das letzte Stück, von Panama nach Kolumbien, zurück. 

Wir landeten in Medellin. Die Stadt war uns sofort sympathisch. Viele unserer Kleider waren von der Reise bereits ziemlich verschliessen, weshalb wir uns zum Teil neu eindecken musste. Somit verbrachten wir die ersten Tage in Kolumbien beim Shopping und sahen erst einmal wenig vom Land und der Stadt.

Glücklicherweise bekamen wir daran anschließend eine 3-wöchige, private Führung durch Kolumbien. Madeline´s Cousine lebt in Bogota und kennt sich richtig gut aus. Sie unternahm viele tolle Touren mit uns, wir flogen zusammen in den Norden, nach Cartagena und besuchten einen Freund, welcher uns in seinem Ferienhaus beherbergte und die Kunst der Kaffeeherstellung zeigte. 

Als sich die Zeit dem Ende zu neigte, bemerkten wir, dass wir gerne noch viel mehr Zeit in Kolumbien verbringen möchten.

Deshalb entschlossen wir uns kurzerhand, noch einmal nach Medellin zu fliegen und uns dort für einen ganzen Monat ein Apartment zu mieten. Zwei Tage durchsuchten wir das Internet, besichtigten einige Wohnungen und fanden schließlich genau das Richtige für uns. 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Wohn-/Esszimmer mit Balkon und eine große, vollausgestattete Küche. Eine Waschmaschine gab es auch.

Das ganze kostete 650 Euro für einen Monat, mit allem drum und dran. 

Für einige Wochen hatten wir sogar Gäste, denn zwei Freunde besuchten uns.

Wir fühlten uns wirklich wie daheim, nahmen während des Monats Sprachunterricht und lernten die Stadt zu lieben. Diese wunderschöne Zwei Erfolg wie im nu. Wieder daheim in Deutschland, hatte Madeline noch lange nach “unseren” eckigen Gusspfanne gesucht, bis uns irgendwann einfiel, dass wir diese gar nicht in Deutschland, sondern in der Küche in Madeline hatten. So tief sehr hatte sich diese Erinnerung vertief. Diese kleine Homebase, wenn es auch nur für einen Monat war, haben wir tief in unser Herz geschlossen und möchte gerne zurück kehren.

hoffnung

Der beste Verkäufer in Peru

Eines darf für Michi nicht fehlen, das Wort hat fünf Buchstaben und er LIEBT es, weshalb dieser Moment, einen Platz in unserer Highlights-Liste verdient hat. 

Vielleicht könnt ihr es sogar nachvollziehen? Wir kamen nach einer sehr sehr langen Busfahrt am Titicacasee, in Peru, an. Peru versetzte uns wirklich zum Staunen. Die Einheimischen, die Kultur und die Natur sind wahnsinnig interessant. Zum ersten Mal, kamen wir in höhere und kältere Regionen. Besonders schön, erinnern wir uns an die Zeit, am Titicacasee. 

Wir kuschelten uns warm ein, zogen die Alpaka-Ponchos über und gingen die Straße hinunter, bis wir den riesigen See erreichten. Ein traumhaften Sonnenuntergang, direkt vor unseren Augen. Wir waren in diesem Moment unglaublich dankbar, zu dieser Reise angetreten zu sein. Als wir gerade dachten, besser geht es nich mehr, kam ein Verkäufer vorbei. Dieser trug einen Teller und verkaufte…. heiße Pizza und zwar stückweise.

Welch ein geniales Konzept. Wenn die Kunden nicht zu ihm kommen, weil sie am See den Sonnenuntergang bestaunen, dann bringt er die Pizza eben zu ihnen und macht ihnen vielleicht sogar noch Lust auf mehr. 

Danach erlebten wir etwas Ähnliches in einem Bus, auch hier wurde Pizza stückweise verkauft. Mit viel Parmesan-Käse obendrauf, einfach gut.

Michi als absoluter Pizza-Liebhaber, konnte sein Glück überhaupt nicht fassen. Wir haben seitdem diesen Running-Gag, wenn wir irgendwo etwas tolles erleben fragt mich Michi oft: “Weißt du, was jetzt noch fehlt?”, und Madeline antwortet darauf: „Eine Pizza!“. 

Auf der Suche

Umzingelt von Pinguinen

Nach unserem langen Aufenthalt in Kolumbien, ging es nach Ecuador. Ein Traum-Reiseziel stand auf dem Plan: Die Galapagos Inseln. Wir besuchten die beiden Inseln Isla Santa Cruz und Isla Isabela, alles ohne eine gebuchte Tour, sozusagen als Budget-Trip. 

Dazu muss man wissen, dass die Galapagos-Inseln ein sehr kostenintensives Reiseziel sind. Der Eintritt, Flug, die Unterkünfte und auch das Essen, alles ist super teuer. Eine große Pizza kostet 40,00 Euro. Wir suchten vor Ort nach einer “passenden” Unterkunft und teilten jeden Tag ein großes Mittagsmenü in einem der einheimischen Restaurants.

 

Wir schnorchelten mit Robben, begegneten einer großen Gruppe von Wasserschildkröten, sahen hunderte Iguanas, Pelikane und Flamingos, beobachteten die Haie im Hafen und kamen riesigen Land-Schildkröten, bis auf einige Meter nahe.
Wir erkundeten jeden erreichbaren Meter der Insel und wurden Zeuge dieser atemberaubenden Natur. Aber eine Sache gab es da noch: Wir wollten Pinguine sehen!

Wir wechselten die Insel und verbrachten einige Tage auf Isla Isabela. Hier wird eine Schnorchel-Tour angeboten, welche sich großer Beliebtheit erfreut. Dabei besucht man eine, vom Menschen unbewohnte Insel, auf der sich (meistens) Pinguine aufhalten. Eine Sicht der Tiere kann (natürlich) nicht garantiert werden. Lange überlegten wir hin und her, aber 120 Euro pro Person, erschien uns einfach zu viel. Wir fanden uns damit am. Die Galapagos-Inseln waren spektakulär, so viele exotische Tiere aus dieser nähe zu sehen, einfach unglaublich!

Am letzten Tag auf Isabela leisten wir uns erneut Schnorchel-Equipment und gingen damit an dem kleinen Strand ins Wasser. Und da sahen wir sie. In weiter Ferne trieb eine große Gruppe Pinguine auf dem Wasser. Wir stürzten uns in die Fluten, um ein wenig näher zu gelangen, jedesmal hielten wir Ausschau, wohin sich die Herde bewegte und paddelten hinterher. In einem Moment waren die Tiere noch ganz fern und im nächsten, waren wir mitten drin. Die Herde hatte kehrt gemacht und hatte uns in ihre Mitte genommen. Um uns herum circa 3 Dutzend von ihnen. Wir hatten Angst uns zu bewegen und die kleinen Pinguine zu berühren.

Die Strömung treibe uns, zusammen mit ihnen, immer weiter weg vom Strand. Sicher 10 Minuten verbrachten wir so und genossen den Anblick, machten Videos und Bilder. Irgendwann entschlossen wir zurück zu kehren, wir waren bereits sehr weit weg vom Strand, also paddelten wir zurück. Die Strömung war so stark, man hatte das Gefühl, keinen Meter voran zu kommen. Wir waren glücklich, als wir wieder am Strand waren. Erschöpft und glücklich.

Aber das sollte es noch nicht gewesen sein. Plötzlich tauchte die Herde, mit der wir zuvor geschwommen waren, wieder am Horizont auf. Mit wahnwitziger Geschwindigkeit, näherten sie sich und erreichten schließlich den Strand. Wir standen dort, im Knietiefen Wasser und wurden Zeuge, wie die Pinguine um uns herum kleine Fischschwärme jagten. Sie rasten um uns herum, sogar zwischen den Beinen hindurch.

Eine gefühlte Ewigkeiten verbrachten wir hier und schauten ihnen dabei zu.

Wir waren wirklich froh, nicht die Schnorchel-Tour gebucht zu haben. Vielleicht hätten wir dort keine Pinguine gesehen (schließlich waren sie alle bei uns hier :D) und auf keinen Fall, hätten wir solch eine Erfahrung gemacht.

Definitiv einer der größten Highlights der Reise!

Hier unser Video von den Pinguinen, die am Strand jagten.

Offroad auf über 5000m

Salzige Wüste

Als letztes Land, auf unserer Reise-Route (abgesehen von 3 Tagen in Rio de Janeiro), lag Bolivien. 

Bereits sehr früh entschlossen wir uns, eine 3-tägige Jeep-Tour, durch die große Salzwüste, “Salar de Uyuni”, zu machen. Das war schon lange ein Traum von Madeline. 

Wir buchten die Tour und hatten echt Glück. Denn wir verbrachten die drei Tage mit der coolsten Truppe überhaupt! Wir waren ein bunt gemischter Haufen. Wir beide, ein süßes, bolivianisches Ehepaar,  ein Niederländer namens Tim und eine Kanadierin mit indischen Wurzeln, deren Name Ash (Voller Name Ashwini) ist. Ja Ash, genau wie bei Pokemon!! 

 

Mit dieser Gruppe, reisten wir auch noch, nach den 3 Tagen Salzwüste, zusammen weiter. Zu allen Vieren, haben wir immer noch Kontakt. Es war ein großartiges Erlebnis.

Eine unglaubliche Natur, die wahnsinnigen Salzwüsten, Kakteeninseln, heiße Quellen, Flamingos und Alpakas. Die Landschaft, wirkt wie gemalt, oder erträumt. Grüne Seen und rote Hügel, weiße Erde und die grün-gelbe Gräser, alles scheint so unwirklich. 

 

Das Reisen mit dem Jeep gefiel uns hervorragend. Einige Kanister mit Treibstoff und andere mit Wasser, das Gepäck auf dem Dach, einen Ersatzreifen dabei und auf gehts ins Abenteuer! Es gefiel uns so sehr, dass es ein Traum von uns ist, dies einmal selbst zu machen. Mit einem Jeep, über einen längeren Zeitrahmen, richtig frei zu reisen.

Dieser Traum, ist mit einer der Gründe, weshalb wir uns für dieses Leben entschieden!

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Die Reise in Bildern

Die drei Collagen addieren zu den Highlights noch ein paar weitere Momentaufnahmen. Wir konnten uns für diesen Beitrag kaum entscheiden, welche Bilder wir nehmen. An so vielen hängen wir und schauen sie so gerne. Vielleicht kommt dir ein Ort bekannt vor. Wir hoffen dir gefallen sie.

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